Am Samstag, den 31.08.2019, von 11 bis 13 Uhr findet am Nabel eine Kundgebung zum Antikriegstag (am 1. September zur Erinnerung an den Überfall der Hitler-Armee auf Polen am 1.9.1939) statt. Aufgerufen dazu hat das Göttinger Friedensforum, ein Treffen von Einzelpersonen und Organisationen, die sich für den Frieden einsetzen. Viele Infos stehen hier im Flyer (PDF, ca. 1 MB).

Die Zeichen stehen auf Krieg:

  • Die USA haben den INF-Vertrag gekündigt und können jetzt wieder atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa gegen Russland und in Asien gegen China in Stellung bringen. Durch die kurze Flugzeit und damit Vorwarnzeit können Missverständnisse nicht aufgeklärt werden. Die idiotische Idee eines gewinnbaren Atomkrieges per Erstschlag wird Auftrieb erhalten. Ein Atomkrieg wird wahrscheinlicher.
  • Die Rüstungsausgaben werden erhöht. Dadurch werden wir unsicherer leben, weil dieses Geld für mehr auswärtige Kriegseinsätze und mehr Truppen an der russischen Grenze verwendet werden wird.
  • Die Rüstungsexporte werden weitergeführt. Dadurch werden Konfliktregionen weiter destabilisiert und Fluchtursachen verstärkt.
  • Die Bundesregierung hat nicht einmal den Mut, Atomwaffen zu ächten. Für den UN-Atomwaffenverbotsvertrag hatten 2017 122 Staaten gestimmt, aber Deutschland gehört bis heute zur schändlichen Minderheit der Atomwaffenfreunde.
  • In Deutschland sind weiterhin ca. 20 Atombomben aus den USA stationiert. Das wird als nukleare Teilhabe bezeichnet, ist aber faktisch ein Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag.
  • Die USA drohen dem Iran mit Krieg. Auch wenn Deutschland offiziell "Nein" sagen würde, wäre es wie bei den Kriegen gegen den Irak und Libyen mitbeteiligt durch vielfältige Hilfsdienste (Rolle Deutschlands im Libyenkrieg; Rolle Deutschlands im Irakkrieg). Der Iran hat fast viermal so viele Einwohner - und damit potentielle Kriegsflüchtlinge - wie Syrien. Wollen wir an einem Irankrieg wirklich mitschuldig werden?

Aufstehen Göttingen ist dabei!